5 Gründe für 100 Beiträge auf dem High-Growth-Investing Blog

January 29, 2019

 

Immer wieder werde ich gefragt warum ich seit dem Start in 2017 so viel Zeit in diesen Blog stecke - zumal es ja jetzt seit geraumer Zeit auch auf der Website von The Digital Leaders Fund sowie als Gastautor auf dem Wikifolio-Blog regelmäßig neue Artikel und Investment-Stories von mir zu lesen gibt. 

 

Ich habe in der vergangenen Woche meinen 100. Beitrag hier auf dem High-Growth-Investing-Blog veröffentlicht. Ich will dieses kleine Jubiläum zum Anlass nehmen, um heute meinen allerersten Beitrag zu aktualisieren, in dem ich seinerzeit in 2017 meine Motivation für den Start dieses persönlichen Blogs begründet hatte.

 

Denn meine damaligen Gründe für den Start sind aktuell wie nie zuvor und motivieren mich auch nach 100 Beiträgen mehr denn je, Woche für Woche an dieser Stelle neue Beiträge zu verfassen.  

 

Wie alles begann

Seit 1993 habe ich mich der Software- und Internetbranche verschrieben. Ich war seitdem in den verschiedensten Rollen als Programmierer, Gründer, Software-Unternehmer und Investor aktiv, sowohl auf der Kundenseite als auch auf der Herstellerseite.

 

Dabei habe ich in Europa und den USA vielfältige Erfahrungen sammeln dürfen und vieles gelernt über Startups, Wachstumsunternehmen, Geschäftsmodelle und die grundsätzlich unterschiedliche Investoren-Szene rund um High-Growth-Unternehmen diesseits und jenseits des Atlantik.

 

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich nach dem Verkauf meines Software-Unternehmens in die USA aus den folgenden 5 Gründen dazu entschlossen, einen eigenen Blog in deutscher Sprache zum Thema High-Growth-Investing  zu betreiben: 

 

1. Die Digitalisierung betrifft uns alle

Niemals war es so spannend wie heute, die Entwicklung der wichtigen Technologietrends zu beobachten: die Digitalisierung ist auch unter Nicht-Techies in aller Munde, überall wird von Cloud-Computing, Künstlicher Intelligenz (AI = Artificial Intelligence) oder dem Internet der Dinge (IoT = Internet of Things) geredet.

 

Doch worum geht es da eigentlich und wie kann auch ein Anleger in Deutschland sinnvoll in diese Zukunftstechnologien investieren? 

 

Die Digitale Transformation bezeichnet laut Wikipedia einen "fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der unsere gesamte Gesellschaft und insbesondere die Unternehmen aller Branchen betrifft."

 

Ich möchte mit diesem Blog aufzeigen, wie man ohne überhöhte Risiken einzugehen in langfristig aussichtsreiche Technologie-Unternehmen investieren kann, welche die Digitalisierung mitgestalten bzw. davon profitieren.

 

Ein Anlageschwerpunkt liegt im Silicon Valley in USA, da dort sehr viele schnell wachsende Software- und Internetunternehmen beheimatet sind, welche mit ihrer disruptiven, d.h. bahnbrechenden, Technologie zu den wesentlichen Treibern der Digitalisierung gehören.

 

Da diese Unternehmen aufgrund ihrer Fokussierung auf möglichst schnelles Wachstum oftmals noch nicht profitabel sind, können diese mit den üblichen Bewertungskennzahlen der Fundamentalanalyse nur schwer analysiert werden.

 

Daher können nicht nur Hobby-Börsianer, sondern auch die meisten Profi-Investoren in Deutschland mit diesen Aktien nur wenig anfangen und tun sich unendlich schwer damit, die enormen Chancen zu erkennen und Risiken zu vermeiden. 

 

Dabei ist es gar nicht so schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen und den fairen Wert eines Technologieunternehmens abzuschätzen. In einer mehrteiligen Blog-Serie zur High-Growth-Anlagestrategie habe ich meinen Ansatz beschrieben.

 

2. Die miserable Aktienkultur in Deutschland 

Ich beschäftige mich nun schon ca. 30 Jahre mit den Aktienmärkten. Mindestens genauso lang wird diskutiert, warum die Aktienkultur in Deutschland gegenüber fast allen anderen Industrienationen so wenig entwickelt ist.

 

Es sollte sich doch auch hierzulande herumgesprochen haben, dass langfristig die Aktie allen anderen Anlageformen weit überlegen ist. Dennoch begegnen die allermeisten Deutschen aus einem übersteigerten Sicherheitsdenken heraus der Aktie generell nach wie vor mit großer Skepsis.

 

Noch mehr gilt diese Skepsis den Technologieaktien. Sicherheit geht vor Rendite und es herrscht nach wie vor die Meinung vor, das Geld sei auf dem Sparbuch der Banken am sichersten aufgehoben. 

 

In den USA sieht es da ganz anders aus. Während in Deutschland nur jeder Achte direkt oder indirekt im Besitz von Aktien ist, ist es in USA jeder Zweite.

 

Ich habe in den letzten Jahren viel Zeit in den USA verbracht und war immer wieder überrascht, wie gross das Interesse der Menschen dort ist, sich am wirtschaftlichen Erfolg der High-Tech-Unternehmen zu beteiligen und sich darüber auszutauschen.

 

Diese Begeisterung kann ansteckend sein und ich möchte mit diesem Blog einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich mit der nächsten Generation von Privatanlegern (ja - ich denke so langfristig) die Aktienkultur im deutschsprachigen Raum hoffentlich dann doch etwas weiterentwickelt.  

 

3. Unsere Gesellschaft braucht Investoren und keine Trader

Mit großem Bedauern muss ich immer wieder feststellen, dass in Deutschland an der Börse von den meisten Privatanlegern eigentlich nicht investiert, sondern nur spekuliert wird.

 

Investieren heisst für mich grundsätzlich, mit einer klaren Anlagestrategie und mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont von einigen Jahren zu agieren. Eine Aktie zu kaufen bedeutet dabei nichts anderes als einen Anteil an einem Unternehmen zu erwerben und an dessen Wertsteigerung zu partizipieren.

 

Dieser Grundgedanke sollte beim Investieren in volatile High-Tech-Aktien nicht anders sein als beim Dividendensparen in erzkonservativen europäischen Blue Chips (=Standardwerten).

 

Allerdings ist dieses Denken vielen Hobby-Börsianern leider etwas fremd: viel zu oft geht es insbesondere bei jungen Anlegern nur um das kurzfristige Momentum-Trading (= das Ausnutzen von Trends) von Aktien oder Zertifikaten in der Hoffnung, das schnelle Geld zu machen.

 

Das geht dann meistens leider schief...

 

4. Ein Plädoyer für aktive Investmentstrategien

Passive Investments wie börsengehandelte Indexfonds (ETF = Exchange Traded Funds) sind weltweit seit Jahren eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

 

Dabei wird zu relativ geringen Kosten in eine Gesamtmarktentwicklung (z.B. den DAX-Index) investiert, ohne zwischen den aussichtsreichen und weniger aussichtsreichen Unternehmen in diesem Index zu unterscheiden. 

 

Immer mehr Menschen glauben daran, dass es mit einem aktiven Stock-Picking (also der gezielten Auswahl der besten Unternehmen und dem Management eines eigenen Aktienportfolios) kaum möglich ist, die Entwicklung des Gesamtmarktes zu schlagen.

 

Dahinter stecken verschiedene Studien, die glaubhaft machen, dass tatsächlich 80-90% aller professionell verwalteten Aktienfonds schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt in dem sie sich bewegen.

 

Auch dies ist ein Thema für sich und es gibt gute Gründe dafür, die ich hier im Blog näher beleuchtet habe (7 Gründe warum Privatanleger erfolgreicher investieren als Fondsmanager). 

 

Ich bin hingegen der festen Überzeugung, dass jeder gut informierte Privatanleger mit seinem sorgsam ausgewählten Portfolio die Performance des Gesamtmarktes langfristig um ca. 5% p.a. schlagen kann.

 

Anders gesagt bedeutet dies, dass bei einer Gesamtmarktentwicklung von 8% p.a. sich innerhalb von 15 Jahren das erwirtschaftete Geld mit der richtigen aktiven Strategie verdoppeln lässt im Vergleich zu einem passiven Investment in den Gesamtmarkt.

 

In einem schon seit über 17 Jahren laufenden öffentlichen Musterdepotvergleich habe ich dies gemeinsam mit einer ganzen Gruppe von Privatinvestoren erfolgreich nachgewiesen - hierbei können übrigens völlig unterschiedliche Strategien zum Erfolg führen. 

 

5. Mein Angebot für alle Vielbeschäftigten

Meine Erfahrung ist:  es gibt keine bessere Möglichkeit zum Vermögensaufbau als die Verwaltung eines eigenen Aktiendepots. 

 

Darin sollten auch High-Tech-Aktien enthalten sein und es gibt keinen Grund für Berührungsängste, wenn man ein gewisses Grundwissen im Bereich Börse ganz allgemein und High-Growth-Investing im speziellen erworben hat.

 

Dieses Wissen möchte ich im Laufe der Zeit mit diesem Blog vermitteln und neben den Grundlagen meiner Anlagestrategie werde ich auch weiterhin regelmäßig die High-Tech-Unternehmen vorstellen und laufend beobachten, in die ich investiere.

 

Aber mir ist natürlich klar, dass nicht jeder Leser die nötige Zeit oder das Interesse mitbringt, welches nötig ist, um nachhaltig mit der Verwaltung eines eigenen Aktiendepots erfolgreich zu sein.

 

Für solche Leser biete ich zwei unterschiedliche Ansätze an, mit mir gemeinsam  zu investieren: mein Real-Money-Wikifolio „High-Tech Stock Picking“ wird seit 2016 abgebildet durch ein an der Börse gehandeltes Zertifikat (in EUR), das für jedes Depot in Deutschland und der Schweiz geordert werden kann.

 

Zudem habe ich in 2018 den nächsten Schritt getan und gemeinsam mit Baki Irmak und renommierten Partnern aus der Finanzindustrie "The Digital Leaders Fund" initiiert. Das ist ein globaler Aktienfonds zum Thema Digitalisierung, bei dem natürlich auch Tech-Aktien eine wesentliche Rolle spielen.  

 

Hier findet Ihr einen Vergleich dieser beiden doch sehr unterschiedlichen Finanzprodukte.

 

Ausblick

Ich freue mich auf die nächsten 100 Beiträge und hoffe dieser Blog macht Euch genauso viel Freude wie mir. Die stetig steigenden Leserzahlen sind natürlich eine schöne Bestätigung meiner Arbeit.

 

In Kürze werde ich übrigens den Newsletter zum High-Growth-Investing-Blog wieder starten, der vor einigen Monaten dem neuen Datenschutzgesetz zum Opfer gefallen war.

 

Hier kannst Du Dich - natürlich kostenlos und unverbindlich - zum Newsletter anmelden. 

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