• Stefan Waldhauser

Wie konnte sich die Amazon Aktie in mein Portfolio schleichen?


Vor einigen Tagen hat mich Gregor Nobis, der vor Monaten einen interessanten Amazon-Gastbeitrag hier im Blog geschrieben hatte, in einem Kommentar auf ein Versäumnis hingewiesen:

„Ich sah gerade, dass sich Amazon ins Wikifolio geschlichen hat. Ich dachte du hättest Amazon immer in einem Satz mit Netflix und Tesla genannt. Ich hatte meine Position (mit etwas glücklichem Timing) Anfang Oktober verkauft und bin gespannt auf deine These – die sicherlich auf mehr fußt als nur einer erwarteten Erholung von der Übertreibung nach den Zahlen.“

Gut beobachtet: Tatsächlich habe ich Anfang November 2018 die Amazon-Aktie mit einer kleinen Position (2,4% Depotgewichtung) in mein High-Tech Stock Picking wikifolio aufgenommen und bisher hier im Blog noch nicht darüber berichtet - sorry für die Verspätung.

Ich hatte diese Transaktion lediglich am 6. Nov. 2018 wie folgt auf der Wikifolio-Plattform kommentiert:

"Jetzt ist es also doch passiert. Nach 20 Jahren bin ich erstmals in Amazon investiert - auch für das High-Tech Stock Picking wikifolio. Keiner gibt gerne zu, Unrecht zu haben. Fast genauso schmerzhaft wie die Realisierung von Verlusten sind entgangene Gewinne. Und genau darum geht es in diesem Beitrag: Denn ich habe mich im Laufe der letzten 20 Jahre immer wieder mal mit Amazon beschäftigt und war dennoch leider noch nie in der Aktie investiert. Aber es gibt für mich mindestens 4 gute Gründe, jetzt doch dabei zu sein - das E-Commerce-Kerngeschäft gehört NICHT dazu!"

Gregor hat absolut Recht mit seiner Beobachtung: Ich hatte zwar noch nie über Amazon geschrieben, aber immer wieder mal durchblicken lassen, dass ich den E-Commerce-Riesen - genauso wie Tesla und Netflix - für überbewertet hielt - und das viele Jahre lang.

Meine Meinung zu Amazon hat sich erst in den letzten Monaten geändert und zwar nicht in erster Linie durch die deutliche Kurskorrektur seit den Höchstkursen, sondern vor allem dadurch, dass der eigentliche Wert von Amazon zukünftig m.E. gar nicht im Kerngeschäft E-Commerce liegt, sondern in den anderen viel profitableren Geschäftsbereichen:

  1. Amazon Web Services (AWS)

  2. Online-Marketing

  3. Subskriptionen.

In einem Beitrag für den Blog des Digital Leaders Funds habe ich mich an einer Bewertung dieser Geschäftsbereiche versucht, welche die Zukunft Amazons entscheidend prägen werden.

Meine Analyse kannst Du HIER NACHLESEN.

Dass es die Amazon Aktie mittlerweile sogar ca. 30% günstiger gibt als noch vor 3 Monaten hat meine Entscheidung für eine Einstiegsposition dann nur leichter gemacht.

Aber Vorsicht: nach herkömmlichen Bewertungsmethoden ist die Amazon-Aktie mit einem aktuellen KGV von über 60 nach wie vor alles andere als billig. Ein weiterer kurzfristiger Kursverfall in einem allgemeinen Ausverkauf der Techwerte ist daher gut möglich. Aber den Tiefpunkt erwischt man ohnehin (fast) nie.

Die für mich viel relevanteren Kennzahlen wie der Rule-of-40-Score und das PEG haben sich in den letzten Quartalen deutlich verbessert. Die Details kannst Du Dir hier auf aktien.guide ansehen.


Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachte die rechtlichen Hinweise.

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