• Stefan Waldhauser

Wo finde ich meine Multibagger Aktien?


Mit dem heutigen Beitrag möchte ich mal wieder die Informationen zu meiner High-Growth-Investing-Anlagestrategie ergänzen. Die bisher erschienenen Beiträge dazu kannst Du hier nachlesen.

In einem früheren Beitrag hatte ich schon darauf hingewiesen, dass es mein erklärtes Ziel ist, diejenigen Unternehmen frühzeitig zu identifizieren, deren realer Wert (außerhalb der Börse) sich innerhalb von einigen Jahren mindestens verdoppeln wird und deren Aktien zudem "vernünftig" bewertet sind.

Wenn mir das gelingt, dann werden sich die Aktienkurse (also die Bewertungen dieser Unternehmen an der Börse) auch in Zukunft immer wieder diesem realen Wert annähern und letztendlich die von Peter Lynch beschworenen „Multibagger“ hervorbringen, also Aktieninvestments, die sich im Wert vervielfachen.

Das hört sich natürlich so simplifiziert etwas einfacher an als es ist.

Aber in den letzten Jahren ist mir die Multibagger-Suche schon recht gut gelungen. Seit dem Start des High-Tech Stock Picking wikifolios im Sommer 2016 konnte ich mich gemeinsam mit den Anlegern bereits über zahlreiche Multibagger in meinem Portfolio freuen:

Abb.: Die Multibagger im High-Tech Stock Picking wikifolio

Mit dem vorliegenden Beitrag will ich heute noch etwas näher darauf eingehen, wie ich solche Multibagger finde in der Masse der börsennotierten Technologieaktien.

Zum Umgang mit Tech-IPOs

Aus meiner 25-jährigen beruflichen Vergangenheit in der Softwareindustrie heraus verfüge ich über ein breites Wissen und ein großes Netzwerk an persönlichen Kontakten in dieser Branche. So werde ich auf etliche spannende Tech-Unternehmen aufmerksam lange bevor diese an die Börse gehen. Sowas nennt man dann wohl neudeutsch "Domain Expertise".

Parallel dazu verfolge ich interessiert die IPO-Aktivitäten insbesondere an den US-Börsen. Ich war selbst mal an einem geplanten NASDAQ-Börsengang beteiligt und kann daher ganz gut einschätzen, welche Qualitäten diese Unternehmen haben müssen, die den Gang aufs US-Parkett schaffen. 30% organisches Wachstum und $100 Mio. Umsatz sind da i.d.R. das Minimum. Ich habe Respekt vor jedem Unternehmen, welches diese hohen Hürden meistert.

Allerdings weiss ich aus eigener Erfahrung auch nur zu gut in welcher besonderen Situation so ein Tech-IPO stattfindet. Da wird die Braut hübsch gemacht fürs Emissionsprospekt, da gibt es Venture Kapitalisten, die im Zuge des IPO Kasse machen wollen und meist auch eine Vielzahl von Mitarbeitern, die nur darauf warten, dass sie i.d.R. 6 Monate nach dem IPO ihre Aktien verkaufen dürfen und somit ihr Vermögen diversifizieren können.

Ich warte i.d.R. bis ca. 6-18 Monate nach dem IPO mit meinen Investments. Denn dann wird in den ersten Quartalsberichten offenbar, ob das Unternehmen den im Emissionsprospekt geweckten Erwartungen gerecht werden kann. Und häufig kommt tatsächlich der Kurs mal etwas unter Druck nach dem Ende der Lock-Up-Frist für die Altaktionäre.

Wenn dann ein erstklassiges Unternehmen zu einem vernünftigen Preis zu haben ist, dann - und nur dann - steige ich ein. Der Gewinn liegt auch hier im Einkauf.

Keinesfalls kaufe ich ein durchschnittliches Unternehmen zu einem günstigen Preis.

Mit Mid Caps zum Multibagger

Mit dem Begriff Mid Cap werden Aktien mit einem mittleren Börsenwert bezeichnet. Eine allgemein anerkannte genauere Definition gibt es meines Wissen nicht.

Ein Mid Cap ist für mich persönlich ein Unternehmen mit einem Enterprise Value zwischen $1 Mrd. und $10 Mrd.

Das ist auch genau die Größenordnung von Unternehmen, die ich persönlich am spannendsten finde und wo ich im Laufe der Jahre meine größten Investmenterfolge erzielt habe.

Wenn Du Dir in der obigen Tabelle meine Multibagger seit 2016 anschaust, dann findest Du 8 von 9 Unternehmen, die zum Zeitpunkt meines Einstiegs in dieser mittleren Größenordnung lagen. Nur Microsoft ist eine Ausnahme, dort hatte ich mit diesen dreistelligen Kursgewinnen aber auch gar nicht gerechnet.

Ist das jetzt Zufall oder Methode, dass ich mit den Mid Caps besonders erfolgreich bin?

Ich denke es ist ganz einfach das "Handicap der großen Zahlen“: Natürlich ist es durchaus eine Herausforderung für ein Unternehmen seinen Wert von $1 Mrd. auf $2 Mrd. zu steigern. Dazu muss es (gleiche Bewertung vorausgesetzt) seinen Umsatz und Gewinn verdoppeln.

Wenn der adressierbare Markt groß genug und die Wettbewerbsposition gut genug ist, dann ist das mit einem guten Management und entsprechend guter „Sales Execution“ durchaus machbar. Und es ist wohl tatsächlich meiner Domain Expertise zu verdanken, dass ich mit einer recht hohen Trefferquote in der Lage bin, diese Unternehmen rechtzeitig zu erkennen.

Die Large Caps bringen Stabilität ins Portfolio

Ungleich schwieriger ist es allerdings für einen Large Cap mit einem Unternehmenswert von z.B. $100 Mrd. diesen auf $200 Mrd. zu steigern. Denn dafür braucht es eben i.d.R. auch eine Verdoppelung von Umsatz und Gewinn von einer ungleich größeren Ausgangsbasis aus.

Solche Unternehmen müssen ständig neue Märkte erschliessen, da das Wachstumspotential immer natürliche Grenzen hat. Das braucht viel Zeit und birgt viele Unwägbarkeiten. Daher solltest Du mit einer anderen Erwartungshaltung bzgl. der Performance an solche Large Cap - Investments rangehen.

Die Large Cape sind sehr sinnvoll, um Stabilität in Dein Portfolio reinzubringen. Aber bei denen musst Du dann auch mal mit einer erwarteten Rendite von 10-20% p.a. zufrieden sein und solltest nicht unbedingt den Multibagger erwarten. In meinem High-Tech Stock Picking wikifolio habe ich mit Facebook, Alphabet, Alibaba, Tencent ja auch etliche Large Caps mit dabei.

Die halten sich in Schwächephasen meist besser als die volatileren Mid Caps. Den Large Caps habe ich es zu verdanken, dass der maximale Drawdown des wikifolios seit 2016 weniger als 16% beträgt. Das ist eine sehr gute Stabilität für ein Portfolio aus hochvolatilen Technologieaktien.

Und was ist mit den Small Caps?

Natürlich gibt es gerade im Bereich der Technologieaktien auch spannende Firmen, die deutlich weniger als $1 Mrd. Enterprise Value auf die Waage bringen. Ich werde von Euch auch immer wieder um meine Meinung zu einzelnen solcher Nebenwerte gefragt. In der Theorie müsste ja ein Small Cap noch viel aussichtsreicher sein als ein Mid Cap, wenn man das "Handicap der großen Zahlen" mal in die andere Richtung weiterdenkt… und wer möchte nicht am liebsten frühzeitig in die Aktien eines Unternehmen investieren, die sich ausgehend von einem kleinen Wert mal eben verhundertfachen im Laufe der Jahre.

An dieser Stelle noch eine Klarstellung: Ich werde mich auch in Zukunft nicht öffentlich zu marktengen Titeln mit einer Marktkapitalisierung von weniger als $1 Mrd. äußern. Und zwar schon alleine aus Compliance-Gründen: ich will von vornherein ausschliessen, dass ich mit meinen Statements irgendwelche Kurse bewege.

Meine eigenen Small Cap - Investments (ja auch die gibt es) sind also Privatsache und bleiben es auch.

Weder das High-Tech Stock Picking wikifolio noch The Digital Leaders Fund investiert in Small Caps.

Ich rate allen unerfahrenen Hobby-Börsianern generell davon ab, in kleine Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als $100 Mio. zu investieren. Das Risiko hier daneben zu liegen ist ungleich höher als bei den größeren Werten. Das Thema Investieren in Small Caps ist sehr vielschichtig und nur etwas für erfahrene Anleger.

Ich habe da in früheren Jahren viele positive wie negative Erfahrungen gemacht. Über die werde ich demnächst gerne mal in einem weiteren Blogartikel berichten.

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#Tenbagger #Multibagger

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Mein investierbares wikifolio für Technologieaktien

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